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Museen Sachsen-Anhalt

Adresse:
Arche Nebra
An der Steinklöbe 16
06642 Nebra - Kleinwangen

grau.jpg Öffnungszeiten:
April-Oktober
täglich 10 – 18:00 Uhr

November-März
Di-Fr: 10 - 16.00 Uhr
Sa, So, Feiertag: 10 - 17:00 Uhr

grau.jpg Eintrittspreise:
  7,50  - 9,50 €
 detailierte Info hier

grau.jpgTelefon: 034461-25520
Website: www. himmelsscheibe-erleben.de
E-Mail: info[@]himmelsscheibe-erleben.de

Arche Nebra - Die Himmelsscheibe erleben

Arche Nebra2002 trat mit der Himmelsscheibe von Nebra einer der bedeutendsten archäologischen Funde der letzten Jahrzehnte ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. Die 3600 Jahre alte Bronzescheibe misst 32 cm im Durchmesser und zeigt die älteste bisher bekannte konkrete Darstellung des Kosmos weltweit. Sie ermöglicht erstmals einen Einblick in das Weltbild der mitteleuropäischen Bronzezeit und ist damit ein einzigartiges Zeugnis der Menschheitsgeschichte. Nahe dem Fundort der Himmelsscheibe, bei Nebra im südlichen Sachsen-Anhalt, wurde im Jahr 2007 die Arche Nebra eröffnet. Die Errichtung eines eigenen Besucherzentrums am Fundort – zusätzlich zum Ausstellungsort der originalen Bronzescheibe im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) – trägt der Bedeutung des spektakulären Bodenfundes Rechnung.

Das Besucherzentrum

Herzstück der Arche Nebra ist das Planetarium mit einer 22-minütigen Show zur astronomischen Deutung der Himmelsscheibe. Unter der Planetariumskuppel wird das komplexe Wissen begreifbar, das auf der Himmelsscheibe verschlüsselt ist. Schon vor 3600 Jahren ließen sich mit dieser „astronomischen Uhr“ Kalendertermine festlegen und der Sonnen- mit dem Mondkalender verbinden.

In der Dauerschau dreht sich alles um die Geschichte der berühmten Bronzescheibe: Nicht fehlen darf hier der spannende Krimi ihrer Auffindung: Zwei Raubgräber entdeckten die Bronzescheibe zusammen mit weiteren wertvollen Beifunden bereits 1999 und verkauften die Fundstücke illegal. Erst 2002 konnte die Himmelsscheibe in einer fingierten Ankaufssituation in einem Baseler Hotel sichergestellt werden. In der Arche Nebra erzählt ein Kasperltheater – mit einem kleinen Augenzwinkern – von dem „Theater um die Scheibe“.

Vielfältige Ideen, die übliche Sichtweisen durchbrechen und den Zugang zu dem komplexen Thema erleichtern, sind darüber hinaus in der modernen Präsentation zur Umsetzung gekommen: So geistern zum Beispiel virtuelle Figuren durch die Vitrinen und sprechen die Besucher mit Witz und Charme direkt an; eine 3D-Simulation zeigt die Himmelsscheibe ganz nah; Text- und Bildinformationen werden ergänzt durch Comicstrips und Cartoons; spielerische Elemente laden zum Anfassen und Mitmachen ein.

Der Fundort

Den etwa 3,5 km vom Besucherzentrum entfernt gelegenen Fundort der Himmelsscheibe markiert ein „Himmelsauge“: Die leicht gekrümmte Scheibe aus poliertem Edelstahl spiegelt das Firmament und verbindet Himmel und Erde genau dort, wo 3600 Jahre lang ein Bild des Himmels im Boden verborgen lag. Ein markanter, 30 m hoher und um 10 Grad geneigter „astronomischer“ Aussichtsturm ermöglicht zudem Ausblicke wie zur Bronzezeit.