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Marie Goslich Fotografien in Geltow, Caputh, Petzow und Werder

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Geschrieben von Roland Wagner   
Mittwoch, 13. August 2008

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und der Heimatverein Caputh e.V. lädt zu einer etwas anderen Sonderausstellung ein. Es ist sicher nichts ungewöhnliches, Fotografien auszustellen. Hervorhebbar ist, dass es Fotografien einer Frau sind, die sich bereits um die Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jahrhundert in die damals Männerdomäne Fotojournalismus wagte - Marie Goslich. Das sicherlich ganz Besonder an dieser Sonderausstellung ist, dass sie an fünf verschiedenen zauberhaften Orten in Brandenburg stattfindet - im Schloss Caputh, dem Heimathaus Caputh, der Kirche von Petzow, der Bismarckhöhe in Werder und in der Gaststätte Baumgartenbrück. Damit hat die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg einen Glückstreffer gelandet bei Kunst- und Naturbegeisterten und Liebhabern von Fotgrafien und historischen Bauten.

Marie Goslich

wurde 1859 in Frankfurt Oder geboren. Nach dem Besuch der Höheren Töchterschule und verschieden weiteren Lernstationen wurde sie Erzieherin, dann Sekretärin in einem Verlag und schließlich selbst Redakteurin. Unter anderem schrieb sie für eine Zeitung die sich den Themen Tourismus und Heimatkunde gewidmet hatte - "Die Mark". Irgendwann begann sie neben dem Schreiben mit dem Fotografieren. Mit den seinerzeit riesigen Fotoaparaten auf dem Rücken fing sie ihre Zeit auf einzigartigen Fotografien ein. Sie fotografierte in Berliner Hinterhöfen das Leben der einfachen Menschen und zeigte im Speziellen immer wieder die Frau im frühen 20. Jahrhundert. Marie Goslich zeichnet das Bild von Berlin vor und während dem 1. Weltkrieg und fotografiert zunehmend die wunderschönen Landstriche im Nahen Brandenburg. Die zweite Hälfte ihres Lebens verbrachte sie im Havelgebiet um Werder und Caputh. Auch hier entstanden einzigartige Fotografien über das Leben der Menschen auf dem Land und die reizvollen Natur. Vorübergehend wohnte sie auch im Gasthaus Baumgartenbrück .

Fünf Blickwinkel einer Ausstellung

 Gerade im Gasthaus Baumgartenbrück kann mit dem Ansehen der Fotografien begonnen werden. Wie kann hier, direkt am Ufer der Havel, der Teil der Ausstellung anders heißen als "Wege über die Havel". Einen anderen Blickwinkel auf das Schaffen von Marie Goslich erhalten die Besucher in der 1842 nach Plänen von Schinkel errichteten Dorfkirche von Petzow. Hier kann ein fotografischer "Blick auf die Provinz" gewagt werden. In Werder sind die Türen der Bismarckhöhe für Besucher geöffnet. In dieser historischen Traditionsgaststätte, ist der "Charme der Provinze" fotografisch erlebbar.  Weiter geht es zum lieblichen Anwesen und Ausstellungsort im Heimathaus Caputh . Hier sind Marie Goslichs Motive zum Thema "Anmut der Stickereien" ausgestellt. Den Abschluss der Reise bildet der Besuch im Schloss Caputh . Hier im ehemaligen kurfürstlich-königlichen Schloss aus der Zeit des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg finden die Besucher im Rahmen der Sonderausstellung den "Blick auf die Metropole".
Ingesamt wurden 410 Glasnegative und Fotografien von Marie Goslich erhalten und in den letzten Jahren mühevoll restauriert. Das diese Fotografien heute noch zu betrachten sind ist vorallem Verdienst der Heimatforscherin Liselotte Herrmann. Der Heimatverein Caputh e.V. hat als Träger dieser Ausstellung eine eindrucksvolle Gesamtschau des Wirkens von Marie Goslich initiiert.

Termin: 9.August bis 19. Oktober 2008

Links:  www.marie-goslich.de ; www.freundeskreis-bismarckhoehe.de ; www.spsg.de
            

 

 
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