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Meckl.-Vorpom.

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365 Sehenswürdigkeiten in Mecklenburg-Vorpommern

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365 Sehenswürdigkeiten in Mecklenburg-Vorpommern
Januar

Januar-Reisetipps

Leuchturm Warnemünde, Burg Landskro, Barockschloss Griebenow

Woche vom 01.-08. Januar Sie sind nicht zu übersehen dieser 31 Meter hohe Leuchtturm und der markante Tepott von Warnemünde kommt man mit dem Schiff über die Ostsee, um in den Rostocker Hafen zu gelangen. Der Backsteinbau des historischen Leuchtturms wurde 1897/98 errichtet der heute als Einheit mit ihm gesehene, wegen seiner geschwungenen Form Teepott genannte Gaststättenrundbau erst 70 Jahre später.
Wenige Kilometer nördlich von Neubrandenburg im Landkreis Demmin befindet sich die weithin sichtbare St. Petrikirche von Altentreptow St. Petri KircheAltentreptow. Es ist ein stattlicher gotischer dreischiffiger Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert. Im Inneren können die Besucher einen Spätgotischen Doppelflügeligen Altar und Chorgestühl bewundern.
Nur wenige Kilometer entfernt hinter der Grenze zum Landkreis Ostvorpommern ragen die  eingefallenen Feldsteinmauern der einstigen Feste Landskron aus den Feldern hervor. Der Burg Landskron war nur ein kurze Zeit beschert. Ende des 16. Jahrhunderts errichtet verfiel sie schon nach hundert Jahren.
Weiter geht die Reise richtung Norden bis vor die Tore von Greifswald. Im Süderholzer Ortsteil Griebenow (Landkreis Nordvorpommern) steht umgeben von einem wunderschonen Park das Barockschloss Griebenow. Es wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut und im 19.Jahrhundert mit Klassizistischen Elementen architektonisch verändertt. Die Wurzeln des Bauwerks zeigen im Baustil die einstige Verbindung Pommerns mit Schweden.
Der Dom zu Güstrow zählt zu den bedeutenden Baudenkmalen der Europäischen Route der Backsteingotik . 1226 gegründet ist er eine typische dreischiffige Basilika mit Kreuzrippengewölbe. Ernst Barlach (Maler, Schriftsteller und eben Bildhauer) schuf viele einzigartige Plastiken mit christlichen Motiven. Einige davon, so "Der Schwebende", "Der Apostel" und "Der Gekreuzigte" zieren das Innere des Domes.
Die westliche Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommerns war 40 Jahre lang die unmenschliche, mit Drahtzaun, Stacheldraht und Wachtürmen versehene Grenze zweier Weltsysteme. Ein Ort im Landkreis Ludwigslust liet unter dem Grenzsystem auf besonders absurde Weise. Das kleine Dörfchen Rüterberg, ein Ortsteil von Dömitz war 35 Jahre durch die Grenzmauern und -Stacheldräthe in jede Richtung abgetrennt. Die Dorfbewohner konnten nur mit Passierschein durch ein streng bewachtes Tor auf die östliche Seite des geteilten Deutschlands - eingemauert von dem Staat dessen Bürger sie waren. Einen Tag vor der überraschenden Maueröffnung am 8. November 1989 riefen die Bürgervon Rüterberg die Republik Rüterberg nach dem Vorbild der Urkanton in der Schweiz aus. An den absurden und menschenverachtenden Zustand der 35 Jahre und die Republik Rüterberg erinnert heute das Heimatmuseum Rüterberg.
Unsere Reise geht noch einmal diagonal über das ganze Urlabsland Mecklenburg-Vorpommern. Vor der Ostseeküste der größten deutschen Insel Rügen schlummert im salzigen Wasser der größte Findling Nordeuropas andere Quellen sagen Norddeutschlands. 350 Meter von wunderschönen Sandstrand des Badeortes Göhren entfernt, ragt der Granitstein mit Namen Buhskam (Buskam) etwa 1,5 Meter aus dem Wasser, kann von der Seebrücke aus gesehen werden und ist ein begehrtes Tauchrevier. Über das Gewicht sind die Gelehrten offenbar uneinig. So meinen die einen er hat ein Gewicht von 540 Tonnen. Andere behaupten er wäre vier Mal so schwer. Egal! Er ist seinen 7 Metern Höhe ein außergewöhnlicher riesiger Stein, der mit der  aus der Eiszeit nach Mecklenburg-Vorpommern gelang.

  Sehenswürdigkeiten in Deutschland Die Sieben Mecklenburg-Vorpommern Entdeckungen (01.-08. Januar)

St. Nikolai Kirche Grevesmühlen, Schifffahrtsmuseum Rostock, Villa Irmgard...

Woche vom 09.-15. Januar Die Reise zu den Entdeckungen dieser Woche beginnen wir im Nordwesten, in der  Kreisstadt des Landkreises Nordwestmecklenburg Grevesmühlen. Die hiesige St. Nikolaikirche ist unter den norddeutschen gotischen Backsteinbauten eher eine der kleineren. Im 13. Jahrhundert errichtet im frühgotsichen Baustil wartet sie mit einem typischen Kreuzrippengewölbe auf . Der Westturm wurde im 14. Jahrhundert in einer Höhe von 92 Metern angebaut. Durch einen Brand 1659 war der Turm so beschädigt, dass er bis auf die Höhe von 42 Metern "schrumpfte".
Unweit von Rostock befindet sich das Dorf Steffenshagen. Die 500 Seelengemeinde bieten seinen Besuchern ein recht ursprüngliches Erscheinungsbild eines Mecklenburgischen Dorfes.  1273 wurde die Dorfkirche urkundlich erstmals erwähnt. Die Besonderheit des Kirchenbaues sind Reliefplatten  mit Darstellungen von Weinlaub Löse, Tiger, Greif und Leopard. Zum Dorfensemble zählen auch ein Denkmalhof mit zweihundertjähriger Bockwindmühle und historischen Werkstätten (Backhaus, Schmiede, Tischlerei).
In der Hansestadt Rostock finden die Toursiten wahrlich viele Sehenswürdigkeiten. So darf der Wochentipp des Mecklenburgischen Tourismusverbandes in dieser Woche eher als ein Geheimtipp gewertet werden - Die Sociätet Rostock maritim. Das Haus in der August-Bebel-Straße ist in erster Linie ein Begegnungs- und Veranstaltungshaus. Vorträge über geschichtliches, Konzerte und Buchlesungen, vorwigend wie es der Name sagt zu maritimen Themen sind hier zu erleben. Einige Räume sind wechselnden Ausstellungen gewidmet. Das Programm entnehmen Sie bitte der Webseite . Wer es noch ein wenig maritimer haben will, der fährt nach Rostock Schmarl ins Schiffbau- und Schiffahrtsmuseum Rostock. An Bord des Traditionsschiffes Frieden kann man sich quer durch alle interessierenden Bereiche der Schiffahrt bewegen. Keine Bereich bleibt den Besucher verschlossen ob es der Maschinenraum, die Brücke oder die Manschaftsmesse ist. Keine Frage bleibt unbeantwortet über die Geschichte und Tradition der Seefahrt und den Schiffbau. Zahlreiche Exponate vom 10.000 Tonner Frachtschiff bis zum Dampfschlepper, Ankern, Bojen, Kran und Slippanlagen sind von den Gästen des Museums zu erleben und zu begreifen.
Neubrandenburg Friedländer TorFür eine kurze Stippvisite geht es in schöne Mecklenburger Binnenland. Neubrandenburg die Stadt der  vier Tore, mit seiner sehr fast komplett erhaltenen 2,3 Kilometer langen Stadtmauer und den historischen Backsteinkirchen erwartet uns. Zielpunkt ist das im 13. Jahrhundert errichtete Friedländer Tor, das beeindruckenste in der historischen Wehranlage. Es besteht noch aus Vor und Haupttor, die mit einer Zwingmauer verbunden sind und so einen Hof bilden, der einer Schleuse gleicht.  Ankommende Planwagen konnten so gut kontrolliert werden und erreichten erst das Stadtinnere nach dem Ablauf der Formalitäten. Hinter den backsteineren Mauern verbirgt das Friedländer Tor ein gemütliches Cafe. 
Von Neubrandenburg aus gelangen wir schnell zu den letzten drei Reiseempfehlungen der Woche. Die Insel mit den berühmten Kaiserbädern Bansin, Ahlbeck und Heringsdorf hat mehr zu bieten als nur traumhaften Sandstrand und endlose Uferprommenaden. Bevor der Tourist die Insel erreicht, kann er in der kleinen Stadt Wolgast noch eine Rast einlegen. In dem  alten Fachwerkbau "Kaffeemühle" einem Speicherbau aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts befindet sich das Stadtmuseum Wolgast. Für viele noch gar nicht bekannt war dieser Teil Deutschlands fast zweihundert Jahre (1648-1815) Schwedisches Territorium. Ein Teil der Ausstellung in der "Kaffeemühle" ist dieser Epoche gewidmet.
Fahren wir die B111, die Hauptverkehrsader der Halbinsel Usedom weiter erreichen wir kurz hinter Zempin die schmalste Stelle der Insel. Mit dem Auge fürs Detail, wie es einen Maler  auszeichnet, erkannte Otto Niemeyer-Holstein im Jahr 1933 die besondere Schönheit dieses schmalen Streifen Landes, der die Ostsee vom Achterwasser trennt. Mit seinem Boot "Lütten" landete er von Achterwasser her kommend an diesem Ort und so wurde er Lüttenort. Hier lebte arbeitete Niemeyer-Holstein in einem wilden Garten, dem S-Bahn-Waggon und dem Atelier bis zu seinem Tode 1984. In dem Atelier finden regelmäig wechselnde Ausstellungen mit Kunstwerken des Malers statt.
Ein weiterer Künstler, diesmal einer der schreibenden Zunft lädt uns nach Ahlbeck ein. Im Jahr 1922 weilte der russische Schriftsteller Maxim Gorki bei einem längeren Kuraufenthalt  in der Villa Irmgard in Heringsdorf. Die Jugendstilvilla von 1900 zog verschiedene russische Künstler und Intelektuelle an - so wohnten auch Alexei N. Tolstoi und Opernsänger Fjodor Schaljapin während ihres Aufenthalts in Heringsdorf in der Villa. Heute steht das Haus allen Besuchern offen und zeigt ihnen als Museum Werke von Hobbymalern der Insel Usedom und Sammelexponate der Historischen Gesellschaft Heringsdorf, die sich unter anderem mit den berühmten Gästen des Hauses beschäftigen.

  Sehenswürdigkeiten in Deutschland Die Sieben Mecklenburg-Vorpommern Entdeckungen (09.-15. Januar)

Herzinsel, St. Marienkirche Bergen, Schloss Bröllin

Woche vom 16.-22. Januar Eine Insel in der Form eines Herzens, wenn das nichts für die romantischen Nächte von Verliebten ist - oder gar für eine romantischen Ausflug am Valentinstag. Direkt an der Grenze zwischen Vorpommern und Brandenburg, in einer Wald- und Seenlandschaft, abseits von Städten ja selbst Dörfern (ca. 110 Kilometer entfernt von Berlins City) ist der Große Brückentinsee gelegen. Nur über einen Steg zu erreichen eine herzförmige Insel 40.000 Quadratmeter groß und zwei ständige Bewohner, Frau und Herr Karge die Hotelinhaber des Inselhotels , mit 10 Zimmern und zwei Wasser-Bungalows. Hier findet jeder Ruhe und Entspannung bei ausgedehnten Wanderungen, Saunabesuch, leckerem Essen oder Fischadler-TV.
Etwas weiter östlich, im Landkreis Uecker-Randow besuchen wir ein 800 JAhre altes Schloss in Bröllin , einem Ortsteil von Fahrenwalde.  Das 1233 erstmals erwähnte Rittergut ist heute ein internationale Begegnungsstätte für Künstler mit Ateliers, Veranstaltungsräumen, Studios  und Übernachtungsmöglichkeiten.
St. Nikolai Kirche StralsundIn der UNESCO-Weltkulturerbestadt Stralsund empfängt uns die  mächtige St. Nicolai-Kirche mit  ihrer bezaubernden Buchholzorgel. 1270 wurde mit dem Bau begonnen, der bis in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts andauerte. Der erste Turm überdauerte die Bauzeit nur kurz. 1366 stürzte er ein und wurde durch das Turmpaar ersetzt. Ungleich wurden die Zwillingstürme, als man dem Südlichen 1667 eine Barockhaub aufsetzte.  In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert erhilet die Nicolai-Kirche eine Orgel von Carl-August-Buchholz. In den Sommermonaten von Juni bis September finden alle zwei Wochen Mittwoch Orgelkonzerte statt.
Über den Strelasund geht es auf die Insel Rügen. In Bergen befindet sich inmitten der historischen Altstadt die St. Marienkirche, die wie die Stralsunder St. Nikolai zu Europäischen Straße der Backsteingotik gehört. Mit der Errichtung der dreischiffige ehemalige Klosterkirche wurde bereits 1180 begonnen. Wie in Stralsund baute man auch hier bis ins frühe 14. Jahrhundert. Über die lange Bauzeit wandelte sich der Baustil von der Romanik zur Gotik. Eine Kuriosität an einem  Ziffernblatt der Turmuhr gibt der Kirche etwas Einzigartiges. Während den Restaurieungsarbeiten am Ziffernblatt der Nordseite erhielt die Uhr eine Minuteneinteilung zu viel. So hat im Norden von Bergen die Stunde 61 Minuten.
In Rostock geht es diesmal nicht so historisch her. Sie ist gerade 40 Jahre alt die Kunsthalle Rostock . Ein Bau der sicher unter dem Moto quadratisch, praktisch, gut durchgehen könnte der aber von seinen inneren Werten  nicht hoch genug geschätz werden kann. Mit seiner umfangreiche Sammlung der ostdeutschen Moderne (ab 1920) mit 520 Gemälden, 6000 grafischen Blättern und 200 Skulpturen, einem bedeutenden Fundus von realistischer skandinavischer Kunst und regelmäßig wechselnden Sonderausstellungen, hat sich die Kunsthalle Rostock weithin einen Namen gemacht.
Im beliebten Ostseeurlaubsort Boltenhagen lädt ein Museum nicht zu Joop, Christo oder Munch ein sondern zum norddeutschen Volkskunsthandwerk Buddelschiff. Das Boltenhagener Buddelschiffmuseum lädt ein Miniaturschiffe in Flaschen zu bewundern. Dabei sind so berühmte Namen wie die im Eismeer versunkene Titanic und das deutsche Segelschulschiff Gorch Fock wie viele unbekannte Seefahrzeuge. Alle gebastelt und in die Flaschen gezwungen von Jürgen Kubatz, der bereits als 12jähriger mit diesem Hobby begonnen hat und seit 17 Jahren das Museum führt. Jedes Jahr fügt er zu seiner Sammlung, ausgestellt werden derzeit 220 Buddelschiffe, weiter Exemplare hinzu. In diesem Jahr wille gleich eine ganze Werft mit Schiffen und technischem Vielerlei in einen Weinballon bekommen.
Die Wochenreise endet diesmal an einem See der auch Grenze zum Schleswig-Holsteinschen Landkreis Herzogtum Lauenburg ist. Der UNESCO Biosphörenreservat gekürte 24 Quadratkilometer große Schalsee bei Zarrenti, Landkreis Ludwigslust hat eine einzigartige schützenswerte Flora und Fauna. Seeadler, Saat- und Blessgänse, 50 verschiedene Libellen-, 475 Nachfalter- und 130 Weichtierarten fühlen sich in der Wald- (vorallem Buchen- und Bruchwälder, die naturnah bewirtschaftet werden) und Seenlandschaft heimisch.

Textquellen: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. | Wikipedia | G.Piltz: Reiselexikon Kunst - Mecklenburg-Vorpommern, Urania Verlag 1992

  Sehenswürdigkeiten in Deutschland Die Sieben Mecklenburg-Vorpommern Entdeckungen (16.-22. Januar) 


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