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Niedersachsen

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Romanische Kirchen von Hildesheim

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Artikelinhalt
Romanische Kirchen von Hildesheim
St. Godehard Basilika
Dom St. Maria
St. Michaelkirche
Markt, St. Andreas und "Huckup"
Links und Tipps
Hildesheimer Wappen
Folgt man der Legende, wurde wegen eines Rosenstocks und dem damit verbundenen Wunder vor fast 1.200 Jahren in den tiefen Wäldern am Rande des Insterberglandes eine Kapelle errichtet. Aus der Verehrung des Ortes wuchs die Kirche zu einem bedeutenden Dom, umgeben von Mauern und Türmen. Der Ort, der in seinem Umfeld entstand, wurde Hildesheim genannt. Eine wechselvolle Geschichte schrieb die Stadt, die durch die Vielzahl bedeutender Sehenswürdigkeiten ein Touristenmagnet in Niedersachsen ist, in den folgenden Jahrhunderten. Die Lage am Hellweg, einem bedeutenden Handelsweg, förderte die wirtschaftliche Entwicklung des Gemeinwesens. Handwerker und Kaufleute siedelten sich an und schon nach kurzer Zeit war Hildesheim weithin bekannt. Heute strahlt der Glanz dieser Zeit vor allem durch die Vielzahl romanischer Kirchen, von denen 1985 zwei in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurden - der Hildesheimer Dom, hervorgegangen aus jener kleinen Marienkapelle, und die St. Michaelkirche, mit ihren trotzigen Gemäuern überragt von dagegen zierlichen Türmen. Besuchen Sie mit uns die alte Dom- und Handelsstadt an der Inster.


Durch das Neue Tor in die Stadt

Über dem Hildesheimer Wald ziehen sich die ersten Wolken zusammen. Es muss einen erfrischenden Regenguss geben, nach diesem ungewöhnlich schwülen Morgen Ende April. Aus südlicher Richtung veschlägt es uns nach Hildesheim. Aus irgendeinem Grunde verliere ich für einen kurzen Moment die Orientierung, es scheint als übernehme das Auto die Regie und so gelangen wir auf den Parkplatz am Hildesheimer Klinikum. Keine schlechte Wahl, wie sich später herausstellt.
Die romanischen Kirchen, im Besonderen, waren der Grund des Besuchs in dieser alten Stadt. Die Türme würden die besten Wegweiser sein, aber vom Parkplatz aus ist nichts zu sehen. Recht viel Bewegung ist in Richtung eines Stadttores zu sehen. Gibt es einen besseren Ausgangspunkt eine historische Stadt zu erforschen, als den, durch ein altes Stadttor?
Neues Tor HildesheimDas „Neue Tor“ ist das letzte der Hildesheimer Stadttore. Es gleicht eigentlich eher einem Tunnel durch den Kehrwiederwall. Es wirkt durch die Breite dieser Erdmauer noch wehrhafter oder sogar einschüchternd. Am Ende des Tortunnels steht der Besucher in dem Teil der Altstadt, der am besten erhalten scheint. Bunte, meist zweigeschossige Fachwerkhäuser mit reichlich Holzschnitzerei säumen den Weg. Sie gehören zu den etwa 200 Häusern, die das Bombeninferno des 22. März 1945 überstanden. Rund 90 Prozent der Altstadt gingen wenige Wochen vor Kriegsende in einer Feuersbrunst unter. Sieben Jahre früher brannte es auch in diesem bis heute erhaltenen Altstadtkiez. Hier direkt vor dem Stadttor stand die 1849 errichtete Hildesheimer Synagoge. In der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 zündeten SS-Leute die Synagoge am Lappenberg an und verhinderten, dass die Feuerwehr den Brand löschen konnte. Mahnmal am Lappenberg HildesheimSeit 1988 erinnert ein Mahnmal an das jüdische Gotteshaus. Der Davidstern auf jeder Seite des Steinquaders teilt die Flächen in Seiten eines Buches über die Geschichte des jüdischen Volkes. Das Buch erzählt vom brennenden Dornbusch, dem Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer, von Moses, aber auch von dem vernichtenden Holocaust im „Dritten Reich“. Über das jeweilige untere Dreieck der Davidsterne fließt Wasser in Schalen. Wasser als Zeichen der Hoffnung und des Lebens.

Die Sehenswürdigkeiten in der Visitatio-Karte: visitatio_logo_button.gif
 Neues Tor Hildesheim
 
 Mahnmal am Lappenberg
 
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