Acht auf einen Streich Märchendrehorte der ARD |
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Die Bremer StadtmusikantenDie Neuverfilmung beginnt gleichmal ein wenig anders als die Vorlage der Brüder Grimm. Esel, Hund, Katze und Hahn leben auf einem Bauernhof. So hat nicht jeder ein grausames Herrchen oder Frauchen für sich sondern alle haben das gleiche Bauernpaar. Und in dem aktuellen Film erkennt man recht schnell wer das Sagen in dem grausigen Spiel mit den altgewordenen Hofgesellen hat. Die Bäuerin (Gesine Cukrowski) läst keine Zweifel aufkommen, dass sie das Arbeiten nicht erfunden hat und Reichtum und Wohlstand ihr höchstes Ziel ist. Jeden, den sie dabei im Weg sieht, will sie von ihrem Mann (Florian Martens) beiseite schaffen lassen. So soll der Esel, der keine schweren Säcke mehr tragen kann zum Abdecker (Michael Lott), um aus ihm leckere Würste zu machen, der fast blind gewordene Hund soll an die Schweine verfüttert werden, das Fell der Katze, die schon lange keine Maus mehr gefangen hat, soll ihr die kranken Gelenke wärmen und der Hahn der offenkundig nicht mehr taugt seine Hühner zu beglücken soll in den Suppentopf. Auch die Menschen sind vor ihren Intrigen nicht sicher. Die Stieftochter Lissi (Anna Fischer) soll mit dem reichen Großbauern verheiratet werden und da sich Lissi mit dieser Wahl nicht einverstanden erklärt, bekommt sie Hausarest auf dem Dachboden und ihr Liebster der Knecht Johann (Johannes Zirner) soll nach Amerika verkauft werden. Das die Bäuerin ihre Ziele nicht erreichen kann liegt zum einen an dem gutmütigen manchmal geradezu mitleideregend entscheidungsunfähigen Bauern, zum anderen an der Renitenz von Lissi und der erfolgreichen Flucht von Esel, Hund, Katze und Hahn sowie dem Lauf der Dinge während dieser Flucht. Nachdem die Tier dem Hof den Rücken gekehrt haben hält es auch Lissi nicht mehr auf dem Gefängnisdachboden. Sie will ihrem Johann folgen. Als Esel, Hund, Katze und Hahn im Wald für ihr Musikantenleben ihren Gesang trainieren, findet sie Lissi mitten im Wald. Gerade im rechten Moment, denn nur wenig später versucht der Abdecker ein, glücklicher Weise, letztes Mal, den Esel in den Schlachthof zu bringen. Mit vereinten Kräften gelingt es Hund, Katze, Hahn und Lissi den Esel zu befreien.
Doch das Spiel um Freiheit oder Unfreiheit ist noch nicht zu Ende. Den Johann haben nur wenige Kilometer entfernt böse Räuber festgesetzt. Er soll ihnen als Knecht dienen, ihnen Essen kochen ,die Räuberhütte in (Un)Ordnung halten und Holz holen. Gerade das Licht der Räuberhütte lockt die vier Stadtmusikanten des Nachts auf der Suche nach einem gemütlicherem Quartier als es ihre alten Knochen im Wald vertragen. Gerade erzählt der Räuberhauptmann (Hartmut Lange)
von dem riesigen, übel schreienden und häßlich aussehenden Heribert, der von Teufel und Gott verschmäht als Geist um die Erde ziehe und der so man ihn sähe, dafür sorgen würde, dass man nie wieder ruhig schlafen könne, als die vier Stadtmusikanten sich vor das Fenster stellen. Lissi erkannte beim Blick durch das Fenster, dass die Bewohner der Hütte übele Gesellen sind. Da die Tiere vermuten, das ihr Gesang eher erschreckend als Herz erwärmend ist, hoffen sie die Räuber mit ihrer Musik zu verjagen. Hund setzt sich auf Esel, Katze auf Hund und Hahn auf Katze. Schon nach dem ersten Ton fliehen die Räuber mit lautem Heribert-Geschrei in den Wald. Das Glück der fünf scheint perfekt als Lissi ihren Johann, der geknebelt auf dem Dachboden liegt, findet. Doch die Räuber unterdessen verstärkt durch den Bauern und seine Frau, welche auf der Suche nach der Lissi waren,
wollen noch einmal versuchen in das Räuberhäuschen zu gelangen. Den vier Freunden aber gelingt es sie entgültig zu verjagen, Lissi und Johann finden den Goldschatz der Räuber und können nun ihrer glücklichen Heirat entgegensehen, auf der die Stadtmusikanten ihr erstes großes, wohlklingendes Konzert geben...
Drehorte des Märchens "Die Bremer Stadtmsikanten" Wer war besser geeignet die Bremer
Stadtmusikanten für die ARD-Märchenserie „Acht auf einen Streich“
zu produzieren, als die Bremedia Produktion für Radio Bremen ? So war
also auch klar, dass die geeigneten Drehorte für die Produktion in Bremen
und Niedersachsen zu suchen und zu finden waren. Da das Ziel mit
Bremen für die vier tierischen Hauptdarsteller schon durch die Filmtitel festgelegt war, konnte die alte Hansestadt mit ihrem
wunderschönen Rathaus nicht fehlen. Im frühen 15. Jahrhundert im Gotischen Baustil errichtet, wurde es zweihundert Jahre später von 1608-1612 zu heutiger Pracht im Weserrenaissancestil umgebaut, um dem repräsentativen Anforderungen einer bedeutenden Seehandelsstadt besser genüge zu tragen. Filigrane Bildhauerreien zieren die Rathausfassade. Plastiken des deutschen Königs und der deutschen Kurfürsten, Wappen der Fürstentümer und vielen kirchlichen und weltlichen Symbolen gehören zu den steinernen Verzierungen des Hauses. Auch eine Henne, die Gluckhenne als Erinnerung an die vorgebliche Gründungsgeschichte und ein Hahn und ein Hund sind zu sehen. Fehlen noch Katze und Esel! Nun zu Zeiten des Rathausumbaus dachte niemand an die vier Stadtmusikanten veilmehr ging es mit Hahn und Hund um Symbole für die Wachsamkeit gegenüber die Stadt bedrohende Gefahren. Damit die vier Märchenfiguren auch noch am Rathaus gewürdigt werden, wurde 1953 ein bronzenes Abbild der musikalischen Vier vom Bildhauer Grehard Marcks errichtet. Doch vor dem Finale der Hochzeit mit dem Konzert der Bremer Stadtmusikanten im stilisierten Bremer Ratskeller hatten Esel, Hund, Katze und Hahn noch einige Abenteuer zu bestehen. Ihr fast tödliches Ende und der Beginn der Liebe zwischen Lissi und Johann wurde in der Nähe von Celle auf dem Findelhof in Bockelskamp gedreht. Die Backsteinbauten wurden 1865 errichtet und boten der Filmcrew das komplettes Ensemble eines historischen Bauernhofes mit Bauernhaus, Stall, Scheune und weiterem Nebengelas. Bereits 1428 war hier ein Bauernhof ukundlich erwähnt und so tut es nicht wunder, dass sich auf diesem Gelände auch allerlei bäuerliches Assecoires fand, welches im Film zu sehen ist. Heute kann der Findelhof für Veranstaltungen gebucht werden. Regelmäßig finden hier gut besuchte Floh- und Weihnachtsmärkte statt. Die Frage, warum der Findelhof, Findelhof heißt ist für Jean-Andre Priol den Eigentümer leicht beantwortet. Hier hat er endlich seinen Bauernhof gefunden und so einen langgehegten Wunschtraum wirklichkeit werden lassen. Andererseit liegt der Name wohl auch an der Überlieferung, dass hier einst ein Findelkind abgelegt wurde und vielleicht gibt es mit dem Film auch eine weitere Erklärung. Denn auf dem Hof können Besucher auch die Räuberkammer finden. Sie ist weitgehend original erhalten wie zu den Drehtagen, als hier Esel, Hund, Katze und Hahn mit ihrem fürchtelichen Gesang die Räuber in die Flucht trieben. Auch die Landschaftsaufnahmen wurden in Niedersachsen gedreht. Für diese Aufnahmen zog die Crew mit Esel, Hund, Katz und Hahn in den Hasbruch, einen Wald zwischen Oldenburg und Delmenhorst. Dieses einst dem Kloster Hude gehörende etwas über 600 Hektar große Waldgebiet ist reich an alten Eichen und Hainbuchenbeständen. Einge der Bäume sind über 1000 Jahre alt. Mit 1200 Jahren ist die Friederikeneiche die älteste der Naturdenkmale im Hasbruch und gleichzeitig der älteste Baum Niedersachsens. Unter einem dieser erwürdigen Eichen suchten Lissi und die Stadtmusikanten ein schützendes Dach für die Nacht, bevor der Hahn vom Ast aus das Räuberhaus erblickte. nächster Sendetermin: 23.01.2011 10:03 Uhr ARD |
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