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Die Prinzessin auf der Erbse
Wie es gelingen kann aus einem Märchen von gerade einmal 20 Zeilen Länge einen einstündigen Film zu produzieren, zeigt das wunderschön inszenierte ARD - Märchen "Die Prinzessin auf der Erbse". Die Drehbuchautoren Nicolas Jacob und Olaf Winkler, die bereits 2009 das Buch für Rapunzel schrieben, haben die Grundidee von Hans Christian Andersen übernommen: Teste mit einer Erbse ob ein hübsches Mädchen eine Prinzessin ist! Das war es dann aber schon. Jacob und Winkler schreiben im Grunde ein neues Märchen und wir dürfen unsicher sein, dass auch Andersen daran seine Freude gehabt hätte!
Königsvater - Königssohn / Michael Gwisdek - Robert Gwisdek
Der Filmprinz reist nicht wie bei Andersen in der Welt herum, um eine passende Prinzessin zu finden. Er findet es viel spannender bei einem alten Tischlermeister (Peter Zimmermann) zu erlernen was man mit Hobel und Säge aus Holz zaubern kann. Von dieser volksnahen Beschäftigung seines Sohnes darf der alte König nichts erfahren. Der König, das erste Mal in der ARD - Märchenreihe stehen Vater und Sohn - Michael und Robert Gwisdek - als Königsvater und Königssohn gemeinsam vor der Kamera, ist amtsmüde und steht durch eine Verabredung mit seiner Schwester (als intrigante Thronschleicherin wunderbar Iris Berben) unter Druck. Es verbleiben nur noch wenige Tage Zeit die Thronbesteigung der ehrgeizigen Schwester zu verhindern indem der Prinz verheiratet wird. Der alte König lässt die außergewöhnlich schöne Prinzessin (Rike Kloster) ankutschieren. Sie hält allerdings nichts von einer Heirat ohne Liebe und macht sich noch während der Anreise aus dem Staub. Dabei verirrt sie sich, hinterlässt einige Spuren, gerät ins Moor und schläft erschöpft im Wald ein.
Der König ist erschüttert, weil sein Sohn unbedingt aus Liebe heiraten will und nicht irgendeine dahergebrachte Prinzessin und dann um so mehr, weil die Prinzessin veloren ging. Er beauftragt seinen Hofhauptmann (Ulrich Wiggers) die Prinzessin unverzüglich zu finden. Auch des Königs Schwester will die Prinzessin auffinden, allerdings um zu verhindern, dass diese mit dem Prinzen vermählt werden kann. Der finstere, doch zu trottlig aggierende Hofjunker (David C. Brunners) soll die Prinzessin also ebenfalls unter allen Umständen ausfindig machen. Es beginnt ein Spannenden Wettlauf.
Unterdessen wird die Prinzessin im Wald von einer Waisenhausmutter (Renate Richter) gefunden. Sie bietet ihr Unterschlupf und einfache Bekleidung. Die Prinzessin hilft dafür im Waisenhaus. Wenig später erscheint der Prinz als Gehilfe des Tischlers auf dem Hof des Waisenhauses...und es kommt wie es im Märchen kommen muss er verliebt sich in die junge Gehilfin der Waisenhausmutter, die wiederum seine Sympathien erwidert. Das junge Glück wird möglich, weil Beide ihre wahre Herkunft verschleiern. Doch gerät ihre Liebe in Gefahr, weil er unbedingt Heraten soll, was natürlich nur standesgemäß möglich ist ... und die Prinzessin ist ja für den Prinzen von niederer Herkunft. Da kein anderer Ausweg möglich scheint, planen beide die Flucht. In letzem Moment, wird der Prinz überredet um die Krone zu kämpfen. Die niederträchtige Königsschwester plant gerade die Bauern des Landes
als Soldaten zu verkaufen, als die Prinzessin durch den Hofhauptmann von der wahren Identität ihres Liebsten erfährt. Nun offenbart sie sich dem Prinzen und willigt der königlichen Hochzeit ein. Doch bevor sie am Schloss erscheinen kann entführt sie der Hofjunker und sperrt sie in ein Verlies. Den Schlüssel dafür jagen ihm die Waisen geschickt ab. So erscheint die Prinzessin doch am Schlosstor. Die Schwester des Königs zweifelt die herrschaftliche Herkunft der Prinzessin an und stellt sie auf die Probe. Bildquelle: © rbb/Arnim Thomaß
Drehorte des Märchenfilms "Die Prinzessin auf der Erbse"
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