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Geschrieben von Roland Wagner
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Die Schillerausstellung
Die niedrige Eingangstür veranschaulicht, dass
die heutigen Besucher um einiges größer sind als die damaligen
Bewohner. Vom kleinen Flur gelangt der Besucher in drei Räume. Das
Göschenzimmer rechts beherbergt ein Modell von Gohlis in
Schillerscher Zeit. Geradeaus befindet sich die Küche und links der
größte Raum des Hauses, die Bauernstube. Karg möbliert, zwei Bänke,
ein „Einbauschrank“, zwei, drei Schaukästen, die
Holzbalkendecke wird asymetrisch zur Mitte durch einen Holzstempel
gestützt. Die Bauernstube taugt zu mehr als nur zu einem
Ausstellungsraum, regelmäßig finden hier Lesungen und
Theaterinszenierungen vor kleinem Publikum statt. Über eine hölzerne
Treppe ist das Obergeschoss mit vier Kammern zu erreichen. In der
Schillerstube beobachtet im spärlichen Licht die Schillerbüste
die Besucher. In Schaukästen informieren Dokumente, Zeichnungen und
Texte über das Leben und Wirken des deutschen Dichters in Gohlis.
Liest der Besucher alle Texte und geht mit Ruhe durch die Ausstellung
benötigt er sicher nicht viel mehr Zeit als dreißig Minuten. Wer
noch mehr erfahren möchte und den Museumsbesuch als ein
dramaturgisches Ereignis erleben will, bucht eine Führung mit
Dietmar Schulze, dem vermeintlichen Göschen oder gar dem als jungen
Schiller auftretendem Jörg Flemming. Für das doppelte des Eintritt
wird ein vielfaches geboten.
Im Museumsshop erwerbe ich noch ein
wenig Literatur. Hier werden auch Büsten, Tonträger, Bilder und
vieles mehr angeboten. Nach einem anregenden Gespräch mit dem
„Göschen“, er lädt mich ein zum Balladenfest am 250. Geburtstag
von Friedrich Schiller (10. November 2009) nach Leipzig zu kommen.
Mit dieser Aussicht fällt es leicht Abschied zu nehmen.
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