Im
strahlenden Sonnenschein waren wir in Ilmenau gestartet, um den Goethewanderweg in und bei Ilmenau zu erleben. Der erste Teil der Wanderung (Auf Goethes Pfaden in Ilmenau) beschrieb den Weg von Ilmenau nach Manebach, über den Ilmenauer Friedhof mit dem Grab von Corona Schröter, zum Alten Zechenhaus, weiter auf dem Mittleren Berggraben zum legendären Schwalbenstein und zum mit Bäumen bewachsenen Emmastein. Danach ging es talwärts nach Manebach...
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„Über allen Gipfeln ist Ruh“
Als
sich Anfang Februar 1919 die Nationalversammlung im Saal des Weimarer
Nationaltheaters, vor dessen Eingang seit 1857 dass
Goethe-Schiller-Denkmahl stand, zusammenfand um die Verfassung der
ersten deutschen Republik zu schreiben, berief sich der spätere
Reichspräsident Friedrich Ebert auf dieses kulturelle Erbe, indem er
erklärte, jetzt endlich müsse der Geist der großen Philosophen und
Dichter wiederum unser Leben erfüllen. Spätestens seit diesem Tag
spukt, der Geist von Weimar durch die Geschichte. Aber welcher Geist
von Weimar ist das? Weimar, Symbol der deutschen Klassik, die Stadt
der Dichter und Denker, der Inbegriff des deutschen Humanismus ist
auch der Ort, in dem die Nationalsozialisten zum ersten Mal von der
großen Mehrheit der Bevölkerung in den Stadtrat gewählt, wo die
Hitlerjugend aus der Taufe gehoben wurde. Weimar
zur Zeit des Nationalsozialismus, das heißt auch nach Buchenwald
fragen, nach dem “Nebeneinander
von deutschem Parnaß und brutalem Terror.”
Ein
Besuch der Gedenkstätte des Kzs Buchenwald wird Ihnen verständlich
machen, was Richard Alewyn meinte, als er nach seiner Rückkehr aus
dem Exil schrieb: „Zwischen uns und Weimar liegt Buchenwald.“
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