Radfahren im Münsterland |
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Das Wabennetz ermöglicht
verschieden lange Radwege mit einem Start und Endpunkt zu planen. Die
Wabe genannten Rundkurse sind jeweils zwischen 10 und 50 Kilometer
lang und sind über sechs Teilstrecken jeweils mit einem
Nachbarrundkurs verbunden. Die Radwegweiser zeigen an den
Kreuzpunkten die Fortführung der Wabe über die Wabenzahl.
Auf diese Weise kann der Radtourist eine Wabe oder eine Kombination
von Waben befahren. 248 dieser Radrundkurse ermöglichen so eine
ordentliche Kombinationsvielfalt in Streckenlänge, Anspruch und
Naturgegebenheiten. Da gibt es ausgedehnte Gebiete, wo die Strecken entlang der Gräfte genannten Wassergräben führen, durch Weide- und Ackerland, welches immer wieder von kleinen Baumgruppen unterbrochen ist. Im Norden z.B. im Tecklenburger Land werden Waden und Oberschenkel weit mehr beansprucht. Hier gilt es teilweise Anstiege mit fast hundert Meter Höhenunterschied auf kurzer Distanz zu bewältigen. Belohnt werden die Streckenabschnitte mit kulturhistorisch wertvollen Sehenswürdigkeiten. Wasserschlösser, Burgen, Klöster und Wassermühlen, Parks und Museen bilden eine abwechslungsreiche Kulisse und laden ein zum Verweilen. Kulinarische Vielfalt aber auch deftige westfälische Küche zelebrieren die Landgasthöfe, Restaurants und Hotels am Wegesrand. Als Tipp sei hier der Platz an der Königstraße in Telgte, mit seinen einladenden Cafe's und Restaurants genannt. Das „Alte Wirtshaus Kaltefleiter“ von Gimbte lädt ein zu westfälischer Hochzeitssuppe, leckeren Tötjes und selbstgestopften westfälischen Bratwürsten. Wer seinen lukullischen Genuss in historischem Ambiente verleben will, der sollte nach Ladbergen zum Gasthaus „Alte Post“ , wo am offenen Feuer, an einem Ort gespeist
werden kann, der am Ende des dreißigjährigen Krieges zu
den ersten Verhandlungsorten zum Westfälischen Frieden gezählt
haben soll. Hier trafen sich auf halber Strecke zwischen Osnabrück
und Münster die Emissäre zu den ersten Gesprächen. Und
da dieses Münsterland noch mehr zu bieten hat an
geschichtsrelevanten Themen, haben die Routenplaner natürlich
entsprechende Radtouren designt.Logisch, das es eine „Friedensroute“ (170 Km )gibt. Wer eher der römischen Geschichte zugetan ist, den sollte die 315 Kilometer lange „Römerroute“ zwischen Xanten und Detmold interessieren. Die „100-Schlösser-Route “ mit ihren vier, jeweils um die 300 Kilometer langen Schleifen begeistert die Freunde der Wasserschlösser, Burgen und Parks. Auch für Blumenfreunde gibt es ein Angebot. Die Route mit dem längsten Namen: „LandesGartenSchau Route“ (140 Kilometer). Besonders beliebt ist der 375 Kilometer lange EmsRadweg, der mit einem langen Teilstück das Münsterland durchquert. Auswahl genug, es wären hier noch viele interessante Wegstrecken zu empfehlen. Münsterland Touristik bietet den Radsportbegeisterten viele Angebote, von Schnupperrouten bis zu großen Mehrtagestouren.
Bleibt noch etwas zu sagen zur Qualität
des Radweguntergrundes und der Beschilderung. Der Großteil der
Wege befindet sich weit abseits der großen Landstraßen,
geht über gut befestigte Feld- und Waldwege und ruhige
Dorfstraßen. Der Untergrund ist selten durchgängig
asphaltiert oder betoniert aber fest. Nur selten haben wir auf
unseren Fahrten Abschnitte mit gröberem Belag wie Kies oder
Schotter vorgefunden. Das System der Wegweiser ist ausgeklügelt.
An allen Kreuzpunkten fanden wir informative Hauptwegweiser, mit
Fern- und Nahzielen und ihren Entfernungen. Unter diesen die
Wabenzahl sowie Symbole der Themenrouten in diesem Abschnitt.
Lassen wir uns überraschen, wie es
den ADFC-Experten gefällt, im Münsterland zu radeln. Am
Wochenende erfahren wir das Ergebnis der Bewertung der
„100-Schlösser-Route“ mit großem Interesse.
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Der Fachausschuss für Radtourismus
des
Auf diese Weise kann der Radtourist eine Wabe oder eine Kombination
von Waben befahren. 248 dieser Radrundkurse ermöglichen so eine
ordentliche Kombinationsvielfalt in Streckenlänge, Anspruch und
Naturgegebenheiten.
wo am offenen Feuer, an einem Ort gespeist
werden kann, der am Ende des dreißigjährigen Krieges zu
den ersten Verhandlungsorten zum Westfälischen Frieden gezählt
haben soll. Hier trafen sich auf halber Strecke zwischen Osnabrück
und Münster die Emissäre zu den ersten Gesprächen. Und
da dieses Münsterland noch mehr zu bieten hat an
geschichtsrelevanten Themen, haben die Routenplaner natürlich
entsprechende Radtouren designt.
In
Kurzer Folge, und aus beiden Fahrtrichtungen bestens sichtbar sind
kleine Pfeile angebracht, um nicht von der Strecke abzukommen. Ein
kleines Detail an den Wegweisern im Münsterland macht den
Unterschied zu allen anderen in Deutschland. An jeder
Befestigungsstange befindet sich ein spezieller Aufkleber, mit einer
spezifischen Identifizierungsnummer des Wegweisers und einer
Hotline-Telefonnumer versehen ist. Sind Wegweiser beschädigt,
zerkratz, beschiert oder gar weg, können so die Radfahrer
schnell eine konkrete Information liefern, die dann umgehend
bearbeitet wird. Dieses Gesamtangebot an durchdachten und gut
beschilderten Wegen, die kulturelle Vielfalt und gastronomische
Abwechslung in einer reizvollen Landschaft, macht das Radfahren im
Münsterland zu einem besonderen Erlebniss!