Kalter Juli - Museumshoch? |
| Geschrieben von Roland Wagner | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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- das Science Center Frankfurt EXPLORA Museum Wissenschaft + Technik meldet kurz und knapp "Ja" - Nach einem Minus von 40 Prozent im Mai gab es im Juli ein Plus von 80 Prozent. - Das Ozeaneum und das Meeresmuseum Stralsund vor den Toren der Insel Rügen meldeten jeweils 15 Prozent Besucher mehr als im Juli des Vorjahres. - Vom Marta-Museum Herford in Nordrhein-Westfalen kam zwar die Information, dass sich auch hier die Besucherzahlen, dank einer erfolgreichen Ausstellung, im Juli positiv entwickelt hätten. Gleichzeitig äußerte Gwendolin Ross von der Pressestelle des Museums Bedenken: "Ich halte die dpa Meldung ... für ein typisches Sommerlochthema. Natürlich, und das ist kein Geheimnis, kommen an einem Wochenende mit einem Regentag mehr Besucher. Aber 80% unserer Besucher kommen von Außerhalb und planen daher ihre Reise im Voraus. Grundsätzlich kann eine solche Beobachtung auch nur bei Museen mit Dauerausstellungen gemacht werden. Bei einem Haus mit Wechselausstellungen ist dies m.E. nicht seriös." -Die Arche Nebra bestätigte nicht, dass es mehr Besucher gab. In die Ausstellung am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra in Sachsen-Anhalt kämen mehr Besucher bei gutem Wetter. -Das Weserrenaissance-Museum Lemgo verzeichnete keine relvanten Abweichungen bei den Besucherzahlen im Juli. -Vom Schokoladenmuseum Köln , es gehört zu den Erlebnismuseen am Rhein , wurde gemeldet, dass der Juli 2011 der Monat mit den meisten Besuchern (73000!) seit der Eröffnung vor 18 Jahren war. Eine andere Erklärung als den Ferienbeginn und das Schmuddelwetter gebe es dafür nicht. -Das Schweinemuseum Stuttgart , hat erst kürzlich sein neues Domizil im Verwaltungsgebäude des Stuttgarter Schlachthofs bezogen. Deshalb sind noch keine Vergleichsdaten verfügbar. Der Juni lag aber im Vergleich mit dem Juli bei den Besuchszahlen vorn. -Beim Museum Körnigreich Dresden war nicht das Wetter schuld an den höheren Besucherzahlen: "Wir hatten im Juli eindeutig mehr Besucher zu verzeichnen, sicher nicht nur durchs Wetter, sondern durch einen größeren Artikel in der örtlichen Presse zu unserer aktuellen Ausstellung "Begräbnis der Vergangenheit" - Mit 31.200 Besuchern freute sich der das Ausstellungszentrum Lokschuppen Rosenheim über den besten Monat der aktuellen Ausstellung. Es kamen 2.200 Besucher mehr als im Juni. Am Montag 8. August wurde in der Ausstellung "Indianer - Ureinwohner Nordamerikas" bei der es auch im Freigelände 15 Erlebnisstationen ("Bisonjagd" , Anschleichen, Spähen, Klettern...) gibt, der 100.000 Besucher seit dem 8. April begrüßt werden. Eine Besonderheit sei das Julihoch im Rosenheimer Lokschuppen nicht. Auch in den zurückliegenden Jahren, bseonders bei der Ausstellung 2009 "Dinosaurier - Giganten Argentinies" brachte der Juli Spitzenwerte. - Abgesehen vom Eröffnungsmonat, war der Juli 2011 für das Müritzeum Waren der beste Monat (50.000 Besucher)seit dem Bestehen des Hauses. Im vergangenen Jahr hatte der August dieses Regenwetter und brachte ebenfalls Spitzenwerte. Einen Trend "Schlechtes Wetter = hohe Besucherzahlen" könne man allerdings auch nur für die Saisonmonate feststellen, den wenn in der Region die Urlauber knapp sind, wie beispielsweise im Februar, hilft auch das schlechteste Wetter nicht. (Weiter Zahlen und Fakten über die Besuchsstatistik des Müritzeum Waren ) -Vom Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf Rügen kame Vergleichzahlen der letzten drei Jahre: Juli 2009: 60264 --- Juli 2010: 55453 = 92% des Vorjahres --- Juli 2011: 57651 = 104% des Vorjahres. Im NZK hat Regenwetter eher sogar bremsende Wirkung (wechselhaftes Wetter ca. 3.300 Besucher, sehr regenreiches Wetter ca. 2300 Besucher) da hier die Gäste auch einige Zeit im Außengelände unterwegs sind. Dennoch bringt Schmuddelwetter mehr Besucher als Strandwetter! - Das Lehmbruckmuseum Duisburg hatte im Juli 2011 etwa 1700 Besucher. Dies ist die Hälfte vom Vorjahr! An dieser Entwicklung hat auf keinen Fall das Wetter eine Aktie. Letztes Jahr waren im Zusammenhang mit der RUHR.2010 mehr Touristen in der Region und die Giacometti-Ausstellung zu dieser Zeit war ein echter Publikumsmagnet. Im kommenden Monat wird mit dem Start der Ausstellung: "100 Jahre Lehmbrucks Kniende - Paris 1911 " ein deutlicher Impuls für die Besucherzahlen erwartet. - Vom Verkehrsmuseum Dresden erhielten wir folgende aufschlussreiche Aufstellung mit einem eindeutigen Trend:
Die extrem geringe Besucherzahl vom 3. Juli 2010 hat wahrscheinlich neben der Hitze noch das Fussballspiel Deutschland - Argentinien als Ursache! -Das Alamannenmuseum Ellwangen teilte mit, dass der Juli 2011 die höchsten Besucherzahlen seit 2006 brachte. -Auch das DDR-Museum in Berlin freute sich über das schlechte Wetter und die Besucherzahlen! Der Juli 2011 war der beste Monat seit bestehen des Museums und brachte 20% Besucher mehr als im Vergleichsmonat. -Das Technoseum -Landesmuseum für Technik und Arbeit Mannheim verzeichnete im Juli 2011 7000 Besucher mehr als im Juli 2010. Ein wichtiger Faktor sei in diesem Zusammenhang die Ferienzeit in den benachbarten Bundesländern aber auch das Wetter. Im August 2010 mit vergleichbar schlechtem Wetter waren die Besucherzahlen ebenfalls hoch! FazitDie Hälfte der Museen, die uns geantwortet haben machen das schlechte Wetter für die guten Besucherzahlen verantwortlich. Einige häußer hegen Zweifel, dass ihre Besucherzuwächse mit dem Regenwetter zu tun haben. Sie halten eher bestimmte Themen ihrer aktuellen Ausstellungen oder im allgmeinen die Ferienzeit für den ausschlaggebenden Faktor. Museen mit einem gewissen Freiluftanteil können die These "Regenwetter=Museumshoch" nicht bestätigen. Einige Häuser sehen kein auf oder ab! Kommentare (1)
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Mit freundlichen Grüßen
Andreas Gut
Alamannenmuseum Ellwangen