Umweltfreundlicher auf Luises Pfaueninsel |
"Luise" heißt die neue Fähre zur Berliner Pfaueninsel. Nach 40 Jahren mit dem Vorgängerfährschiff, erreichen nun die Besucher des beliebten Berliner Ausflugsziels mit seinen zum UNESCO - Weltkulturerbe zählenden Sehenswürdigkeiten, die Insel in der Havel, auf umweltfreundlichere Weise.
Moderne emisionsarme Technik auf Fähre "Luise"
Die neue Fähre ist mit modernster Technik ausgestattet, deutlich leiser und vor allem emisionsärmer als die alte Fähre. Mit 30 Metern ist sie 8 Meter länger als ihre Vorgängerin. 150 Fahrgäste kann sie aufehmen, ist aber auch das einzige Transportmittel für Materiallieferungen auf das Kultur- und Landschaftsdenkmal mit Weltformat. Bevor sie die Jungfernfahrt antreten konnte legte die "Luise" schon einen ordentlichen Weg auf dem Wasser zurück, von Sassnitz / Rügen, wo sie in der Rean-Werft für 920.000 Euro gebaut wurde, bis nach Berlin.
Bildrechte: SPSG, Fotograf: Daniel Lindner
Wasserbüffel sind wieder da
Die neue Fähre kam gerade richtig, um die Wasserbüffel über zusetzen. Die Kühe Belinda und Doreen von der Züchterin Sonja Moor aus Hirschfelde weiden in diesem Sommer mit ihren Kälbern Borana und Doris auf der Hechtlaichwiese. Bereits im vergangenen Jahr hat sich die Beweidung der Feuchtwiesenbiotope als umweltfreundliche Alternative zur Maschinenmahd erwiesen. Mit der kleinen Wasserbüffelherde knüpft die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin und Brandenburg an die landwirtschaftliche Nutzung der Insel vor 200 Jahren an. Zwischen 1803 und 1842 wurden Wasserbüffel am Büffelteich in der Nähe der Meierei gehalten.
Landleben vor historischer Kulisse - Luises Bauernhof
Die Wasserbüffel kamen pünktliche zum Familientag "Luises Bauernhof" auf die Pfaueninsel. Am letzten Maiwochenende (2011) veranstaltete die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten einen Tag für Jung und Alt in ihrer Reihe "Preußisch Grün".
Luise liebte das Landleben, die duftenden Kühe in der Meierei, das leckere Butterbrot, die frische Kuhmilch, Bauern beackerten das Gelände und von der Schmiede her erklang die hell klingende Musik von Hammer und Amboss.
Der Familientag zauberte das bäuerliche Leben wieder auf die Insel: Wie vor 200 Jahren wurde der Boden bearbeitet, die Gäste konnten die elf Osterlämmer sehen, es wurde gesponnen, geschmiedet, gebuttert... Imker und Getreideröster zeigten ihre Arbeit. Auch für Leckereien war gesorgt. ein historischer Grillwagen bot allerlei Gesottenes feil und gegen den Durst kämpfte die Braumanufaktur.
Sehenswürdigkeiten auf der Pfaueninsel
Fürst Pückler führt durch seinen Park in Babelsberg
Bis zum 26. November dauert die Veranstaltungsreihe "Preußisch Grün" in diesem Jahr noch an. In verschiedenen Gärten der Stiftung stehen noch interessante Veranstaltungen auf dem Plan. So wird zum Beispiel am UNESCO-Weltkulturerbetag (5.6.2011) der Schlosspark Babelsberg aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Fürst Pückler persönlich gibt sich die Ehre und führt seine Gäste durch den einzigartigen Landschaftsgarten. Weitere Termine finden Sie hier: www.spsg.de/preussisch-gruen
Sehenswürdigkeiten im Schlosspark Babelsberg
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