Sehenswürdigkeiten als 3D-Modell |
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 Seit wenigen Tagen zieren unsere Webseite 3D-Modelle von romanischen Kirchen aus Magdeburg ( 3D - Modell Magdeburger Dom laden). Der Weg dieser Modelle auf unsere Seite ist ein langer. Vor ziemlich genau zwei Jahren klingelte das Telefon unserer Agentur. Ein Freund aus Wiesbaden fragte, ob wir Zeit und Lust hätten an einem ziemlich gigantischen Projekt teilzunehmen. Die ersten Andeutungen weckten Interesse und so kam es bald zu einem Ideenaustausch in Hessen. Über 2500 Modelle von markanten Landmarks aus Westeuropa sollten für einen großen Navigationssystemhersteller produziert werden. Versailles, die Akropolis, das Atomium, der Westminster-Palast und viele andere interessante Bauten standen auf der Agenda. Es war ein verwegenes Projekt, da für die Fertigstellung nur ein sehr begrenztes Zeitfenster zur Verfügung stand und die Modelle sehr spezielle technologischen Anforderungen gerecht werden mußten.
Fotografenteams sorgten für exclusives
Fotomaterial und die möglichst genauen GPS-Koordinaten. 3D-Artisten aus
ganz Deutschland zauberten in einer raschen Taktfolge, geradezu am
Fließband digitale europäische Baugeschichte in die Rechner. Tag für
Tag näherte sich das Team dem Ziel - 2500 Objekte, aber auch damit dem
Ende des Projektes. Mit einem enormen Erkenntnis- und Erfahrungsgewinn
ausgestattet, lag es nah auch in Zukunft weiter solche Modelle zu
bauen.
Westeuropa fängt in Frankreich an
 Rechtlich gesehen kam uns eine merkwürdige Sache entgegen. Unser deutsches Konsortium war zuständig für den Bau der Sehenswürdigkeiten Westeuropas. Die Grenze nach Osteuropa lag auf einer deutschen Grenzlinie, der nach Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Deutschland in Osteuropa. Anfangs mussten wir lächeln. Erst sehr viel später tat sich damit eine Chance auf, nach Abschluss des Projektes, denn die deutschen Objekte konnten wir nun Auftragslos, mit eigenem Urheberrecht produzieren. So sammelten wir unsere Erfahrungen von Norwegen bis Italien und von Spanien bis Island, und dies war kein einfacher Weg. Die Modelle durften nur mit einer sehr geringen Polygonzahl und einem Texturbogen erzeugt werden. Für die nicht "3Dler" an dieser Stelle vielleicht eine kleine Erklärung was das bedeutet. Die 3D-Modelle bestehen sozusagen aus virtuellen Dratgittern, die Flächen zwischen den Kanten werden Polygone genannt. Nun gibt es da recht anspruchslose Bauten, wie z.B. den Sitz der Europäischen Union in Brüssel. Ein ziemlich einfallsloser Betonkoloss mit recht übersichtlichen Flächen, wenn man Beispielsweise an die gotischen Kirchen Frankreichs denkt, mit vielen Türmchen, Dachreitern, Erkern und Portalen. Das modellieren des Rohlings ist also schon eine rechte Kunstfertigkeit. Doch ohne die abschließende "Einkleidung" des Drahtgitters mit einem Texturbogen würden die Schlösser ud Klöster eher einem grauen Pappmodell ähneln als ihren realen Vorbildern. Aus den gelieferten Fotos erstellen die Grafiker sehr kompakte digitale Bilder, die möglichst alle essentiellen Elemente enthalten. Mit speziellen Arbeitsschritten, dem Mapen, werden Teilbereiche des Texturbogens auf die grauen Fassaden projiziert
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