Auf dem Gurkenradweg durch den Spreewald |
| Geschrieben von Roland Wagner | |
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Über Leipe nach Raddusch
Mehrere Kilometer folgt von hier der Gurkenradweg einer Birkenallee. Auf beiden Seiten nur ein bis zwei Meter vom Radweg entfernt verlaufen Spreearme. Vorsicht also und nicht verlenken! Für einen Moment denke ich, ob ich hier auch mit Kindern unterwegs sein möchte, da kommt mir eine radfahrende Familie entgegen und zerstreut meine Zweifel. Ein idylische Landschaft bildet hier das Spalier des Weges. Birken, dichter Farnbewuchs zwischen Radweg und Wasser, dahinter Bäume, abgestorbene und lebende, dichtes Gebüsch eine Ruhe von menschlichem Lärm und eine betörende Geräuschkulisse aus vielkehligem Vogelgezwitscher, dazwischen immer wieder, als gelber Farbtupfer Sumpfschwertlilien. Für Abwechslung sorgen vereinzelt hier treppenlose Brücken. Mit Schwung fliegen wir über sie hinweg und gelangen nach einigen Minuten nach Leipe.Der Wald öffnet sich zu einer großflächigen Lichtung. Direkt am Ortseingang lädt der Spreewaldhof mit Gaststätte, Fischerstübchen und Pension zum verweilen ein. Im Biergarten finden sich nicht nur Radler ein. Auch Kanuten und Gäste der Spreewaldkähne sind hier gern gesehen. Regionale Küche steht ganz oben auf der Speisekarte, frischer Spreewaldfisch wird ebenso gereicht wie Hefeplinsen oder Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl. Entlang der Ortsstraße laden weitere Pensionen und Restaurationen ein. Auf einer mit Kreide beschrifteten Tafel lockt der Wirt mit Fisch, eingelegten Gurken und warmen Socken. Unter einem Schleppdach am Wegesrand stehen alte Landmaschinen und ein Trabbi. Ein Hauch DDR in technischen Antiquitäten. Wir treten in die Pedalen und streben der jetzt als Gasthaus genutzten Dubbkow-Mühle entgegen. An dem mit roten Backsteinen gefächerte Fachwerkbau zweigt der Weg nach Raddusch ab. Ein kurzes Stück auf einem schmalen Pfad, an einem Wehr vorbei folgt der Radweg jetzt einem Weg durch Felder und Weiden, die von kleinen Fließen durchzogen sind, in denen Frösche ein klangvolles Konzert bieten. In der Ferne sind bereits die Dächer von Raddusch zu sehen. |
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eine radfahrende Familie entgegen und zerstreut meine Zweifel. Ein idylische Landschaft bildet hier das Spalier des Weges. Birken, dichter Farnbewuchs zwischen Radweg und Wasser, dahinter Bäume, abgestorbene und lebende, dichtes Gebüsch eine Ruhe von menschlichem Lärm und eine betörende Geräuschkulisse aus vielkehligem Vogelgezwitscher, dazwischen immer wieder, als gelber Farbtupfer Sumpfschwertlilien. Für Abwechslung sorgen vereinzelt hier treppenlose Brücken. Mit Schwung fliegen wir über sie hinweg und gelangen nach einigen Minuten nach