Auf Schlössertour durchs Münsterland |
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Burg Hülshoff
Wir schwingen uns aufs Rad und folgen der
100-Schlösser-Route zur Burg Hülshoff, wo Annette von
Droste-Hülshoff geboren wurde. Noch heute ist das beeindruckende
Anwesen im Besitz der Ahnen der Schriftstellerin. Inmitten eines
zauberhaften groß angelegten Parks, der in verschiedenen
Erlebnisbereichen recht unterschiedliche Ein- und Ausblicke gewährt,
steht die Burg im Wasser der sie umschließenden Gräfte.
Von zwei Seiten über eine Brücke erreichbar, die eine davon
fast zart aus Holz, die andere ermöglicht den Zugang über
vier mächtige Steinbögen, die sich im glatten Wasser
spiegeln, wie der gesamte Backsteinbau im Renaissancestil aus der
ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Einzig die kleine Kapelle,
ebenfalls aus rotem Ziegel, ziert die Burg erst seit 1870 und ist im
neogotischen Stil errichtet. Weithin sichtbar sind die Fensterläden.
Schwarze Dreiecke wechseln mit Weißen und geben den steinernen
Wänden einen verspielten Kontrast.
Mehrere Reisegruppen
durchschlendern den Park. Dort, an der etwas düster
dreinschauenden Büste von Annette von Droste-Hülshoff
zitiert ein engagierter Lehrer mit Schlapphut seinen Neuntklässlern
aus der Ballade „Der Knabe im Moor“. Die einen lauschen
interessiert, während andere gedankenversunken in den Park
schauen. Der weiße Terrier des Lehrers zieht an der Leine und
will sich nicht von den sanften Worten des ihn beaufsichtigenden
Schülers davon abbringen lassen, zum, den Park umschließenden,
Zaun zu gelangen. Zu groß ist sein Interesse für die
klingelnde Schar einer Seniorenradgruppe die gerade das Gelände
erreicht. Der Park ist weitläufig genug, um in ihm einige Zeit
zu verbringen, sich im Frühjahr an Tulpen und Narzissen und im
Sommer an den Rosen, Rhododendren und Azaleen zu erfreuen.
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