Kommt nach Lutherstadt-Wittenberg! |
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Geschrieben von Anja Wellenreich
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Seite 1 von 6 Wo
Luther sich ins kulturelle Gedächtnis hämmerte ...
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oder auch nicht. Ob überhaupt, wie und, wenn ja, in welcher Form der
Augustinermönch im Oktober 1517 seine 95 Thesen an die
Schlosskirche zu Wittenberg anschlug ist unter Historikern noch immer
ein beliebter und heißdiskutierter Streitpunkt. Die heutige Tür
jedenfalls, auf der das 19te Jahrhundert Luthers Thesen in Bronze
gießen ließ, trägt keine Spuren der welthistorischen Hammerschläge
mehr. Auch wenn die Ehrfurcht, mit der gerade amerikanische Touristen
sie betrachten den Eindruck erwecken mag als glaubten sie, der
Reformator habe, erleuchtet vom göttlichen Willen, die Lettern mit
einem Meißel in das Metall gegraben. So wie seinerzeit Moses die
zehn Gebote in Stein schlug.
Schon
wegen seiner zahlreichen Legenden ist Wittenberg zu jeder Jahreszeit
einen Ausflug wert, um so mehr wegen seiner historischen Plätze wie
dem Luther- und Melanchtonhaus, der Stadt- und natürlich der
Schlosskirche, die 1996 als Luthergedenkstädten Teil des
UNESCO-Weltkulturerbes geworden sind. Und so können wir uns denn nur
Christoph Schleurer anschließen, der bereits 1507 erklärte: “Kommt
nach Wittenberg, dessen Bürger gebildet und den Männern der
Wissenschaft zugetan sind.”
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