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Rund um das Selketal (Teil 1)

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Geschrieben von Roland Wagner   
Artikelinhalt
Rund um das Selketal (Teil 1)
Die Krypta der Konradsburg
Landschaftspark Degenershausen
Burg Falkenstein

Die Krypta der Konradsburg

Verlässt man die Stadt Ermsleben in südlicher Richtung steigt das Gelände leicht aber beständig an. Auf einer Berkuppe, die bereits etwas separiert vom Waldmassiv des Harzes liegt, erhob sich vor knapp 1000 Jahren die Konradsburg. Einhundert Jahre später gründeten Benediktiner ein Kloster. Die riesige Klosterkirche muss einst bis in Harzvorland zu sehen gewesen sein. Erreicht man den Klosterhof, nach guter Anstrengung mit dem Rad, lassen sich anhand der Fundamente die Ausmaße des romanischen Kirchenbaues erahnen. Erhalten geblieben ist aus dieser Zeit der Chor der Kirche.Konradsburg Ermsleben Ein schlichter Bau mit einer einzigartigen Krypta, die über eine Seitentreppe zu erreichen ist. Dieses fünfschiffige Hallengewölbe mit reich verzierten Pfeilern und Säulen, jede für sich ein Unikat, ist eines der bedeutensten Baudenkmale im Ostharz. Unvorstellbar, dass dieser Raum im 18. und 19. Jahrhundert als Stall gedient hat und so schwere Schäden an dem Sand- und Kalksteinbauteilen zurückblieben. Gegenwärtig werden aus diesem Grunde Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten in der Krypta durchgeführt. Ab Juli 2008 sollen die ersten Besucher wieder dieses Baukunstwerk, das zur „Straße der Romanik“ gehört, betreten können. Im Rund des alten Klosterhofes mit Ausstellung und Cafe fällt ein besonderes technisches Denkmal ins Auge – das Brunnenhaus. Mit Eselskraft wurde hier das Wasser bis 1948 aus dem 45 Meter tiefen Brunnen geholt. Esel gibt es leider nicht mehr, dafür dürfen die Besucher sich in das Laufradstellen und den Eimer aus der Tiefe holen.

Auf gut befestigten, teils neu angelegten Wegen, ist die Windmühle Endorf zu erreichen. Das letzte Stück, steil ansteigend, können wir unsere Räder nur noch schieben. War dies vielleicht der Pfad, auf dem einst die Esel getrieben wurden, um das Korn zu Mühle zu bringen? Besagter Dichter Gleim hatte eine Fabel über einen solch armseligen Esel verfasst, dem allerdings schon mit Mehl beladen auf dem Rückweg die Kräfte versagten. Für den Aufstieg zur Mühle reichen unsere Kräfte. In der Mühle erfahren wir, dass sie 1857 errichtet wurde, erleben ihre Funktionsfähigkeit und setzen danach unsere Fahrt in Richtung Degenershausen fort.

Die Sehenswürdigkeiten in der Visitatio-Karte: visitatio_logo_button.gif
 Konradsburg Ermsleben
 
 Windmühle Endorf
 
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