Rund um das Selketal (Teil 2) |
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Die Sage vom Mägdesprung
Wir wollen weiter!
Auf der kurvigen Landstraße geht es schnell bergab in das
kleine Örtchen Mägdesprung im Selketal. 105 Meter
Höhenunterschied auf nur 3 Kilometern Wegstrecke, auch hier
müssen die Bremsen in Ordnung sein. Mägdesprung selbst
beeindruckt durch seine dicht an den Berg gebauten Häuser. Hier
ist das Selketal sehr schmal, die gegenüberliegenden Felsen
rücken dicht aneinander, die später wieder ruhiger fließende
Selke scheint hier stärker zu rauschen und springt förmlich
über die im Wasser liegenden Steine. Hoch über uns von der
Mägdetrappe soll der Sage nach einst ein Riesenfräulein von
der einen Seite des Tales auf die andere gesprungen sein, hinterliess
dabei zwei übergroße Fußabdrücke im Felsen und
gab so dem Ort seinen Namen. Solcherart Geschichten gibt es viele im
Harz und ihr Entstehen wird nachvollziehbar, wenn man sich den
Rätseln und fantastischen Reizen dieser Natur träumerisch
ergibt.
Ein Traum ist die
letzte Etappe unsere Rundkurses. Von Mägdesprung bis Meisdorf
liegt ein für Fahrradfahrer und Wanderer reizvoller Weg vor uns,
der seit einigen Jahren als Selkestieg ausgeschildert ist. Nur
wenige hundert Meter nach der Einfahrt ins Selketal fällt ein
markanter Backsteinbau auf der rechten Seite auf - das Carlswerk. In
diesem technischen Denkmal kann der interessierte Besucher noch
funktionierende Maschinen und fast vergessene Technologien der
letzten beiden Jahrhunderte bestaunen.
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