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Sachsen-Anhalt

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Rund um das Selketal (Teil 2)

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Rund um das Selketal (Teil 2)
Harzgerode
Mägdesprung
Selketal

Zurück durchs Selketal

In den folgenden Kurven des immer noch recht engen Tales folgen vier historische Eisenhammer, in denen die, von den Bergleuten abgebauten Minerale zerkleinert und später eingeschmolzen wurden. Allmählich wird das Tal breiter und heller. Zwischen der Straße und der Selke sind Wiesen und Weiden. Nur bis zum Hotelrestaurant Selkemühle ist noch Autoverkehr zugelassen. Vom Parkplatz der Selkemühle aus kann die Ruine der Burg Anhalt in etwa 20 Fußminuten erreicht werden. Hier gibt es einen flacheren und somit längeren und einen recht steilen und kurzen Aufstieg. Auf Schautafeln erfahren wir, wie diese Burg einst ausgesehen hat. Im hohen Eichenwald sind leichte Bodenunebenheiten zu erkennen, hier war ein Wall, dort der Burggraben. Weiter oben sind immer wieder roteBurg Anhalt Ziegelsteinmauerreste im Gras zu erkennen. Der Weg beschreibt eine langgezogene Kurve und auf der Tafel wird erläutert, dass hier einst der Burghof war. An dieser Stelle finden sich auch noch einige zusammenhängende Wände und Fundamente. Rechts erhebt sich der Stumpf des natursteinernen Bergfried. Es bedarf schon der Bilder auf den Tafeln und ein wenig Phantasie, um sich die Größe und das Aussehen der Burg zu veranschaulichen, die als solche viele Besonderheiten aufzuweisen hat. Als sie auf Geheiß von Otto dem Reichen errichtet wurde, war es in dieser Gegend eine außergewöhnliche Neuheit, eine Burg aus Ziegeln zu errichten. Im Tal wurden dafür extra Ziegeleien gebaut. Auch ihre Dimension war erstaunlich. Archäologen und Kunsthistoriker gehen davon aus, dass die Burg eine vergleichbare Größe mit der Wartburg in Thüringen hatte. Trotz ihrer vergleichbar kurzen Existenz, bereits im frühen 16. Jahrhundert war sie nicht mehr bewohnt, hatte sie allein über die Person des Askaniergrafen Albrecht der Bär, dem späteren ersten Markgrafen von Brandenburg, eine große historische Bedeutung.

Nun wird es Zeit wieder nach Meisdorf Meisdorf zurückzukehren. Noch sieben Kilometer Radweg durch das Naturparadies Selketal liegen vor uns. In leichten Schwüngen fließt die Selke durch das Tal, links und rechts Weiden mit Kuhherden. Die Wege sind streckenweise von alten Kastanien flankiert, die leider in den letzten Jahren von der Moniermotte heimgesucht wurden. Nach dem mehrmaligen Überqueren der immer wieder die Seite des Tales wechselnden Selke ist das Familienhotel Talmühle erreicht. Es folgt das historische Gasthaus „Zum Falken“ von dem die Burg Falkenstein von der Talsohle her erwandert werden kann. Vom „Falken“ sind es noch zwei Kilometer bis zum Ursprung unserer Reise in Meisdorf. Am Ortseingang das Parkhotel Schloss Meisdorf.

Die Sehenswürdigkeiten in der Visitatio-Karte: visitatio_logo_button.gif
 Hotelrestaurant Selkemühle
 
 Burg Anhalt
 
 Hotel Talmühle
 
 Burg Falkenstein
 
 Gasthof "Zum Falken"
 
 Parkhotel Schloss Meisdorf
 
 Alle Sehenswürdigkeiten des Artikels
 

Sehenswürdigkeiten in Deutschland   3D-Modell der Burg Falkenstein


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