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Geschrieben von Roland Wagner
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Schiller und Marbach, Schiller und
Weimar, Schiller und Jena aber Schiller und Leipzig? Wieder einmal
ertappe ich mich dabei etwas übersehen oder nicht gewusst zu haben.
Noch peinlicher in diesem Fall, da ich vier Universitätsjahre in
Leipzig verbrachte und nichts von einem Schillerhaus erfuhr. Mag
sein, dass es an Bachs Dominanz in der Messestadt lag. Oder war es
die Tatsache, dass dieses Haus, wie viele in meinen Studentenjahren
wegen baulicher Schäden kein vorzeigbares Kleinod kulturhistorischer
Zeitzeugnisse sein konnte? Im 250. Geburtsjahr von Friedrich
Schiller erstrahlt das in seinen Leipziger Monaten von ihm als
Quartier genutzte Bauernhaus in der Gohliser Menkestraße in
rekonstruierter Schönheit. Einem Flyer sei Dank, den ich, an einem
verregneten Februartag in einer Leipzger Hotellobby fand, entschloss
ich mich, das kleine Museum in dem historischen Haus zu besuchen.
Gohlis das Dorf bei der Messestadt Leipzig
Mit dem Auto sind es nur wenige Minuten
aus dem Leipziger Zentrum nach Gohlis. Aber vielleicht nutzen Sie
doch lieber die Straßenbahn, dann sind es nur sieben Stationen vom
Leipziger Hauptbahnhof mit der Linie 4 in Richtung Gohlis. Oder sind
Sie gut zu Fuß? Dann ist es empfehlenswert sich dem Schillerhaus wie
einst der große Dichter zu nähern. Nur wenige Straßenzüge muss
der Wanderer vom Stadtzentrum durch die Stadtlandschaft in
nordöstliche Richtung gehen, bis er das Grün des Rosenthals
erreicht. Durch diesen wunderschönen Park, vorbei am Leipziger Zoo,
ist Gohlis, je nach Schrittfrequenz, zwischen einer halben und einer
Stunde zu erreichen. Friedrich Schiller ging diesen Weg wenn es ihn
von der ruhigen Sommerfrische in das schon im Frühjahr 1785 quirlige
Leipzig zog.
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